Tierphysiotherapie

Die Physiotherapie ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt. Am Menschen wird sie seit Jahrtausenden angewendet und ist heute selbstverständlich. Die Tierphysiotherapie gehört zu den alternative Therapieformen und stellt eine sinnvolle Ergänzung zur Tiermedizin, Homöopathie und anderen Heilverfahren dar.
Sie ist in einigen Ländern bereits Normalität. Auch in Deutschland ist die Tierphysiotherapie eine an Bedeutung gewinnende Behandlungsmethode.
Immer mehr Tierärzte und Tierhalter erkennen die Notwendigkeit und den Nutzen einer physiotherapeutischen Betreuung der Tiere.
Die Physiotherapie erfolgt im allgemeinen begleitend zur tierärtzlichen Behandlung. Wichtig für den Therapieerfolg ist hierbei eine gute Zusammenarbeit des Therapeuten mit dem behandelnden Tierarzt und dem Halter des Patienten, so daß sich die verschiedenen Therapieformen optimal ergänzen können
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Therapieformen
Die Tierphysiotherapie umfasst eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten.
Die Therapien werden individuell nach dem Krankheitsbild ausgewählt und auf den Patienten abgestimmt.
 
Damit Therapieerfolge zu verzeichnen sind, steht das Wohlbefinden des Tieres bei der Behandlung im Vordergrund. Der Patientenhalter hat die Möglichkeit, die Behandlung aktiv zu unterstützen.
Die Tierphysiotherapie umfasst folgende Therapieformen:
(für weitere Informationen klicken Sie bitte die einzelnen Therapien an)
 
              
 
  •   Streßpunkttherapie
  •   Reflextherapie
  •   Manuelle Lymphdrainage
  •   Passive und Aktive Bewegungstherapie (s. Foto unten, Foto Heike Bärwald) 

  •   Gelenkmobilisation (s. Fotos unten, Fotos Heike Bärwald)

                 

  •   Traktionsbehandlungen
  •   Taktiles Senso-Motorisches Training (s. Fotos unten, Fotos Heike Bärwald)

              

  •   Isometrische Übungen
  •   Propiozeptives Training (s. Fotos unten, Fotos Heike Bärwald)

              

  •   Thermotherapie
  •   Hydrotherapie
  •   Balneotherapie
  •   Elektrotherapie
  •   Laserbehandlung (s. Fotos unten, Fotos Heike Bärwald)

              

  •   Magnetfeldtherapie
  •   Lichttherapie
 
Außerdem gehört zur Physiotherapie am Pferd zusätzlich:
  •   Diagnostik unter dem Reiter
  •   Sattelcheck

Therapieziele
Prophylaxe
für Tiere die im Sport eingesetzt werden, z.B. Hunde im Agility-Sport, Rettungs- und Polizeihunde, Dressur-/ Spring-/ Military-/ Galopprenn-/ Trabrennpferde u.a.; oder zur Vorbeugung von Bewegungsstörungen, die z.B. durch Stellungsfehler auftreten könnten, ebenfalls bei frühzeitig diagnostizierten Befunden (z.B. HD).
Im Vordergrund der Behandlung stehen Muskellockerung und-kräftigung, Entschlackung, sowie Gymnastizierung.

Rehabilitation
verkürzte Rekonvaleszenz nach Verletzungen, Operationen, Lähmungen, Muskelerkrankungen u.a.. Die Wiederherstellung des physiologischen Bewegungsablaufes steht hier im Vordergrund.

Analgesie
Entschmerzung bei chronisch-degenerativen Erkrankungen (z.B. HD, Spondylosen, Arthrosen, Kissing Spines), postoperativen Beschwerden, traumatisch bedingten Erkrankungen (z.B. Distorsionen), Discopathien u.ä.

 
 
Anwendungsbereiche
Die Tierphysiotherapie wird mit Erfolg in erster Linie bei Pferden und Hunden angewendet. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig:
 
  • Erkrankungen der Muskeln, Nerven, Sehnen, Bänder, Gelenke, Knochen, Gefäße
  • Reha-Maßnahmen nach Operationen zur Wiederherstellung des physiologischen Bewegungsablaufes
  • Bewegungsstörungen durch Inaktivität, Fehlbelastungen, Stellungsfehler
  • Schmerztherapie
  • Behandlung von Wunden und Narben
  • Trainingsvorbereitung (junge Tiere, Rekonvaleszenz), Trainingsbegleitung, Gymnastizierung, Ausdauer- und Krafttraining
  • pflegende Maßnahmen vor und nach dem Training (Warm up/ Cool Down)
  • unterstützende Behandlung bei Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems, der Haut, sowie der Atmungs- und Verdauungsorgane
  • Gewichtsreduzierung 

  • Indikationen
    Die Hauptindikationen für Physiotherapie am Tier sind:
     
     Hund  Pferd
     Arthrosen(degenerative Gelenkerkrankung)  Arthrosen, Spat u.ä.
     Spondylosen(degenerat. Wirbelsäulenerkr.)  Sehnen- und Bänderverletzungen
     Discopathien (Bandscheibenschäden), Paresen (Lähmungen)  Muskelprobleme
     Hüftgelenksdysplasie (HD)  Rückenerkrankungen
     Sportphysiotherapie, z.B. Agility  Rittigkeitsprobleme
     Muskelprobleme  Ödeme (Schwellung durch Flüssigkeits-ansammlung im Gewebe)
     Altersbeschwerden    Verletzungsfolgen
     Gelenkblockaden  Wundheilungsstörungen/ Narben
     Patellaluxation (Kniescheibenproblem)  Frakturen
     Kreuzbandriss  Ataxien (Koordinationen)
     Frakturen  Gelenkblockaden
    Wichtig:    Alle genannten Erkrankungen / Indikationen bedürfen der tierärztlichen Diagnose und Behandlung. Tierphysiotherapeutische Maßnahmen bieten in diesen Fällen eine sinnvolle und wichtige Ergänzung zur veterinärmedizinischen Therapie.
     
     
    Sportphysiotherapie

    Bei Tieren die im Sport eingesetzt werden wie z.B. Pferde im Dressur-, Spring-, Military- oder Rennsport, Hunde beim Agility, Schutzdienst, Jagd oder Rennhundesport, wie auch bei Rettungs- und Polizeihunden kommt es zu einer Mehrbelastung des Bewegungsapparates.

    Hier kommt genau wie bei einem „menschlichen“ Leistungssportler die Sportphysiotherapie zur Anwendung.

     
    Die Tierphysiotherapie im Sport hat drei Schwerpunkte:
    • Verletzungsprophylaxe bei besonderer Belastung
    • Pflege der beanspruchten Muskulatur in Wettkampf und Training
    • Optimierung der Leistungsfähigkeit
     
     
    Nähere Infos zu Sporthundseminaren unter www.gesunde-hunde-im-sport.de
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Praxisanschrift: Wittener Strasse 10, 58456 Witten

     

     
     
     
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